u00dcber Line Dance

Line Dance:

Line Dance ist eine Tanzform, in der die Tu00e4nzerinnen und Tu00e4nzer alleine in Reihen vor- und nebeneinander gemeinsam tanzen.

Die Tu00e4nze sind meist zu Country-Musikstu00fccken passend choreographiert. Die Schrittfolgen wiederholen sich je nach Schwierigkeitsgrad meist nach 16, 32, 48, 64 oder 72 Schritten. Je nach Anzahl und Abfolge der im Tanz enthaltenen Drehungen ku00f6nnen die Tu00e4nzer nach Ende der Schrittfolge in eine andere Richtung blicken. Man spricht daher vonu00a01-Wall-,u00a02-Wall– oder vonu00a04-Wall-Tu00e4nzen. Die Tu00e4nze werden von Frauen und Mu00e4nnern gemischt in der Gruppe getanzt.

Kleidung:

Die Tanzform stammt aus den USA. Viele Tu00e4nzerinnen und Tu00e4nzer u00fcben ihren Sport auf der Bu00fchne auch in entsprechender Westernkleidung aus. Wichtige Accessoires sind dabei Stiefel, Gu00fcrtel mit dekorativer Schnalle, Bolotie (eine Art Krawatte aus Lederschnur) und Cowboyhut.

Musik und Tu00e4nze:

Jeder Tanz ist unter einem eindeutigen Namen bekannt, um ihn identifizieren zu ku00f6nnen, beispielsweiseu00a0Bread And Butter,u00a0Electric Slideu00a0oderu00a0Just A Kiss. Dank des Internets ku00f6nnen die Beschreibungen der Tu00e4nze schnell weltweit publiziert werden. Auf einzelnen Sites sind teilweise u00fcber 20.000 Tu00e4nze aufgelistet. Wu00e4hrend Anfu00e4nger mit einem Repertoire von 20 Tu00e4nzen zu fast jeder Musik einigermau00dfen passende Schrittfolgen finden, beherrschen Fortgeschrittene oft mehrere hundert Tu00e4nze.

Meist hat ein Autor eine Choreografie speziell fu00fcr einen Musiktitel entwickelt, oft werden fu00fcr die Schrittfolgen aber auch alternative Musiktitel angegeben. Traditionell wird zu Country-Musik getanzt. Aktuelle Interpreten des Genres, wie Shania Twain oder Keith Urban werden gerne aufgegriffen. Der Trend geht aber auch dahin, Choreografien zu aktuellen Pop-Songs oder Rock-u2019nu2019-Roll-Oldies zu schaffen, was Line Dance besonders unter Jugendlichen zu zunehmender Beliebtheit verhilft.

Die einzelnen Tu00e4nze lassen sich nach ihrer Verwandtschaft zu anderen Tanzstilen in Gruppen kategorisieren. Es finden sich dabei Begriffe wie Walzer, Cha-Cha-Cha, Rumba, Polka und viele weitere Klassen und Bezeichnungen des Paartanzes wieder. Mittels der Oberbegriffe Rise & Fall, Lilt, Smooth und Cuban lassen sich die fu00fcr den Linedance bemu00fchten Tanzstile anhand der fu00fcr sie typischen Ku00f6rperbewegungen charakterisieren.

Internationalitu00e4t:

Beim Line Dance ku00f6nnen Personen, die sich nicht kennen und mu00f6glicherweise keine gemeinsame Sprache sprechen, miteinander tanzen. Als das grundsu00e4tzliche Verbreitungsgebiet gelten der Su00fcden und der mittlere Westen der USA. Heute finden sich auch in europu00e4ischen Lu00e4ndern wie Deutschland, u00d6sterreich, England und Holland sowie in Ostasien zahlreiche Anhu00e4nger in lokalen und nationalen Organisationen.

Weltrekorde:

Zahlenmu00e4u00dfige Weltrekorde sind:

  • Laughlin, Nevada, fru00fche 1990er Jahre,u00a0Jungle Jam, geschu00e4tzt ca. 8.000 – 10.000 Tu00e4nzer (unbestu00e4tigt)
  • Redwood City, Kalifornien, 4. Juli 1994,u00a0Cowgirls Twist, mehr als 3.700 Tu00e4nzer
  • Tamworth, Australien, 1997 bis 2002,u00a0Boot Scootin’ Boogieu00a0mit 5.502 bis 6.744 Tu00e4nzer
  • Singapore Swingu00a0am 1. Mai 2002 mit 11.967 Tu00e4nzern
  • Hong-Kong, 29. Dezember 2002,u00a0Baby Likes To Rock Itu00a0mit 12.168 Tu00e4nzern

Versuche von regionalen oder Rekorden fu00fcr Einzeltu00e4nze existieren, sind jedoch angesichts der grou00dfen Auswahl an Tu00e4nzen und Regionen eher als Publicity-Gag zu werten. Aufzeichnungen u00fcber Langzeit-Rekorde im Line Dance finden sich derzeit noch nicht.

Meisterschaften:

Meisterschaften organisieren derzeit drei grou00dfe Organisationen. Zum einen die UCWDC (United Country Western Dance Council), gegru00fcndet 1989 in den USA. Diese organisieren Turniere in Line und Couple Dance in den USA und Europa. 2002 entstanden die Masters in Line (MIL), die hauptsu00e4chlich in Europa, aber mittlerweile auch in Afrika, Nordamerika und Asien Turniere und Social-Dance-Events ausrichten. Die neueste Organisation nennt sich World Country Dance Federation (WCDF) und veranstaltet ihre Meisterschaften in Europa. Alle drei richten neben lokalen Turnieren auch Weltmeisterschaften aus.